Karl May: Unterschied zwischen den Versionen
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Zur Zeit der Wende in der DDR umfasste meine (kleine) Sammlung fast alle Tosa-Bände und darüber hinaus noch ein paar (7 oder 8) Ueberreuter-Taschenbücher, 5 Lingen-Bände und einige wenige GWs. Mit meinem dmaligen Wissen habe ich dann zuerst versucht anhand der GWs meine Sammlung zu "vervollständigen" - also alle fehlenden GW-Bände zu erwerben, die ich noch nicht in einer anderen Form hatte. Da diese für einen Schüler/Studenten damals ziemlich teuer waren, hat das ein paar Jahre gedauert. | |||
Version vom 4. September 2007, 11:41 Uhr
Ein weiteres Hobby
Seit meinem 12. Lebesjahr lese ich (nach wie vor) begeistert Karl May. Begonnen hat das zur Zeit der May-Renaissance in der DDR. Ab 1982 wurde auch in der DDR Karl May wieder verlegt, allerdings in verhältnismässig kleinen Auflagen. Diese waren dann meistens nur mit Beziehungen zum örtlichen Buchhandel zu haben oder über lange Wartelisten in den Leihbibliotheken. Ausserdem war es ab dieser Zeit vielleicht nicht offiziell erlaubt aber zumindest geduldet, Karl-May-Bücher aus der Bundesrepublik in die DDR zu senden. (Normalerweise war die Einfuhr von Druckerzeugnissen aus der Bundesrepublik in die DDR damals verboten.) Ob das schon vorher möglich war, weiss ich jedoch nicht.
Wie dem auch sei, Beziehungen zum Buchhandel hatten wir nicht - also habe ich meine ersten Karl May's aus der Bibliothek geholt. Einen besonderen Dank will ich hier auch an unsere Verwandten in der damaligen Bundesrepublik richten, denn sie haben es möglich gemacht, dass in den darauffolgenden Jahren regelmässig Nachschub für meinen unersättlichen Lesehunger bereit stand.
Weitere Quellen waren zur damaligen Zeit das neueröffnete Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal. Kurz nach der Eröffnung wurde dort ein "Lesezimmer" eingerichtet. Dort konnte man Bücher aus der Bibliothek des Karl-May-Hauses lesen - unter anderem auch eine Ausgabe der Reprints der Freiburger Erstausgaben des Karl-May-Verlages - eine Rarität in der damaligen DDR-Zeit. Auch dort habe ich in den Ferien Ende der 80er Jahre den einen oder anderen Tag verbracht und gelesen.
Hintergrundinteresse
Mein erster "Karl-May" war die Winnetou-Trilogie. Beim Lesen dieser Bände ist mir damals recht bald aufgefallen, dass es nicht nur optische Unterschiede zwischen der (Tosa-)Ausgabe aus der Bundesrepublik und der Ausgabe im Verlag Neues Leben (DDR) gab. Abgesehen von den Kapitelüberschriften waren da ganze Textpassagen verschoben oder durch andere ersetzt worden. Das hat damals mein Interesse geweckt, mich näher mit der "Geschichte" der May-Bücher und der des Autors zu befassen. Ich habe also begonnen, alle Informationen zusammenzutragen, an die ich herankommen konnte - von Zeitungsartikeln, editorischen Berichten der Bücher, die ich in die Hand bekam, Museumsprospekten (aus Hohenstein-Ernstthal und Radebeul) und - und - und -
Der Beginn einer Sammelleidenschaft
Mein besonderes Interesse erwuchs aus Fragen, wie zum Beispiel:
- Wieso sind die Titel der Reprint- und der heutigen Ausgaben unterschiedlich?
- Warum sind die Bände 26-29 nicht als Tetralogie in den Gesammelten Werken enthalten?
- Was ist in diesen Bänden anders als in der Originalausgabe um 1900?
- Wo sind die Reste der "riesigen" Kolportageromane geblieben?
... und letztendlich hinter fast allen diesen Fragen
- Was hat Karl May damals wirklich geschrieben?
Aufbau der Sammlung
Zur Zeit der Wende in der DDR umfasste meine (kleine) Sammlung fast alle Tosa-Bände und darüber hinaus noch ein paar (7 oder 8) Ueberreuter-Taschenbücher, 5 Lingen-Bände und einige wenige GWs. Mit meinem dmaligen Wissen habe ich dann zuerst versucht anhand der GWs meine Sammlung zu "vervollständigen" - also alle fehlenden GW-Bände zu erwerben, die ich noch nicht in einer anderen Form hatte. Da diese für einen Schüler/Studenten damals ziemlich teuer waren, hat das ein paar Jahre gedauert.